

Häufig gestellte Fragen
- Sicher im Kiez! ist ein Projekt der Boxgirls Berlin e.V. Wer sind die Boxgirls?
- Warum braucht Berlin Sicher im Kiez!?
- Was sind die Ziele von Sicher im Kiez!?
- An wen richtet sich das Projekt? Welche Schüler können teilnehmen?
- Wie können die Kinder und Jugendlichen selbst ihr Wissen einbringen?
- Und warum Boxen? Wie kann ein Kampfsport zu gewaltfreier Konfliktlösung und zu mehr Sicherheit beitragen?
Die Boxgirls Berlin e.V. sind ein Verein, der seit 2005 Sport als Katalysator für sozialen Wandel nutzt. Im Mittelpunkt des Engagements steht die nachhaltige Förderung der sportlichen und gesellschaftlichen Partizipation von Frauen und Mädchen. Neben regelmäßigen Trainingsangeboten sind Programme der genderspezifischen und integrativen Kinder‐ und Jugendarbeit wie z.B. Urban Hero und Sicher im Kiez! ein zentraler Bestandteil ihres Konzepts der inklusiven Sport‐ und Bildungsarbeit.
Berliner Schul- und Freizeiteinrichtungen sind in ihrer Arbeit besonders von der wachsenden Präsenz von Gewalt betroffen und wissen um den negativen Effekt, den physische und psychische Gewalt sowie mangelnde Konfliktkompetenz auf den Bildungsweg junger Menschen ausüben können. Kinder und Jugendliche nehmen die Missstände in ihrem Lebensumfeld ebenfalls wahr und möchten dagegen aktiv werden. Sicher im Kiez! unterstützt sie dabei.
Schülerinnen und Schüler lernen in der Projektwoche, ihre eigenen Stärken zu erkennen und ihr Lebens‐ und Lernumfeld aktiv zu verändern. Sie werden dazu inspiriert und motiviert, aktiv gegen das wachsende Gewaltpotential in ihren Kiezen vorzugehen. Sicher im Kiez! vermittelt ihnen die dafür notwendigen Fähigkeiten und sensibilisiert sie gleichzeitig für die Möglichkeiten des Sports und der neuen Medien. Zudem können die Schülerinnen und Schüler spielerisch die politische Gestaltung ihrer Stadt übernehmen und erfahren was es heißt, sich sozial zu engagieren.
Die Zielgruppe von Sicher im Kiez! ist breit gefächert: Kinder von der 3. bis zur 6. Grundschulklasse haben bislang im Rahmen ihres Unterrichts an den Projektwochen teilgenommen. Als Nachmittagsprogramm im Malteser-Familienzentrum Manna in der Berliner Gropiusstadt erkundeten sogar Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 13 Jahren gemeinsam ihre Stärken und die Sicherheit im Kiez. Grundsätzlich beinhaltet der Projektplan aber ein hohes Maß an Flexibilität und lässt sich daher problemlos den Bedürfnissen und dem Wissensstand der Teilnehmer anpassen.
Sicher im Kiez! fördert die Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Fähigkeiten genauso wie die Bewusstmachung der eigenen Stärke. Damit liegt der Fokus von Sicher im Kiez! ganz deutlich auf der individuellen Ausgestaltung durch die Kinder selbst: Orientiert an ihren Erfahrungen und Wünschen drehen sie Filme, in Reflexionsrunden und Gesprächseinheiten können sie Gedanken zu Themen wie (Un-)Sicherheit und Gewalt äußern und aufarbeiten. Auch die Präsentation eigener Ideen zum sozialen Wandel fördert Kreativität und Eigeninitiative.
Sicher im Kiez! bringt Schülerinnen und Schülern den Boxsport aus einer neuen Perspektive nahe. Im Sinne der Sicherheit als verbindendem Element der Projektwoche steht hier nicht das Draufhauen, sondern Selbsterfahrung und Fair Play im Vordergrund. Unterstützt durch qualifizierte Trainer erlangen die Kinder ein Gefühl für den eigenen Körper und lernen, die Körpersprache des Gegenübers so zu lesen, dass drohende Konflikte im besten Fall erkannt werden können, bevor sie ausbrechen. Sich der eigenen Stärken bewusst zu werden, Ängste zu überwinden und nicht zuletzt Grenzen zu setzen – das sind die Ziele der Sporteinheiten bei Sicher im Kiez!. Der Kampfsport erscheint in einem neuen Zusammenhang und setzt Kräfte für Verhaltensänderungen frei – vor allem in der Kombination mit Entspannungs- und Deeskalationstechniken, wie sie bei Sicher im Kiez! Anwendung findet.



